Welt-Lepra-Tag: Aufklärung und Solidarität

Am 25. Januar 2026 wird weltweit der Welt-Lepra-Tag begangen. Er erinnert an eine Krankheit, die seit Jahrhunderten existiert und trotz moderner Medizin noch immer mit Angst, Ausgrenzung und Stigmatisierung verbunden ist. Lepra ist heute heilbar – doch für viele Betroffene sind die sozialen und wirtschaftlichen Folgen nach wie vor gravierend.
Die Erkrankung beginnt oft unauffällig mit Hautveränderungen. In den meisten Fällen heilt sie folgenlos aus, doch bei etwa einem Viertel der Erkrankten kommt es zu schweren Verläufen mit Nervenschädigungen und bleibenden körperlichen Beeinträchtigungen. Jährlich werden weltweit rund 200.000 Neuerkrankungen gemeldet, vor allem in Südostasien, Südamerika und Afrika. Auch Europa ist nicht völlig frei von Lepra, wenngleich sie in Deutschland nur sehr selten auftritt.
Seit vielen Jahren engagiert sich der Lazarus-Orden aus historischer Verantwortung heraus in der Leprahilfe. Regelmäßig fließt ein Teil der Spenden in die Unterstützung des Lepra-Hospitals Gandhiji Seva Niketan Leprosy Surgical Centre in Bhubaneswar, das von Ordensbruder Dr. Remy Rousselot gegründet wurde – auf Bitten von Mutter Teresa. Heute wird die Arbeit gemeinsam mit seinen Nachfolgern fortgeführt, ebenso wie Projekte in China und Afrika.
Gemeinsam mit dem Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete (HDZ), einer aus dem Lazarus-Orden hervorgegangenen Stiftung,verbindet der Orden medizinische Kompetenz mit humanitärer Hilfe und sorgt für eine verantwortungsvolle Verteilung der Mittel.
Der Welt-Lepra-Tag mahnt: Lepra ist heilbar. Doch Armut, Diskriminierung und die Folgen von Krisen bleiben eine Herausforderung – und ein Auftrag zu dauerhaftem Engagement.
