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Jour fixe der Kommende Berlin- Brandenburg Im ehemaligen Kloster Marienstuhl in Egeln

Am 4. Mai trafen sich Mitglieder der Kommende Berlin-Brandenburg, begleitet von ihren Partnern auf dem ehemaligen Klostergut Marienstuhl in Egeln (Sachsen-Anhalt).  Dies auf Einladung unseres Confrater Volker Kups und seiner Ehefrau Elisabeth. Beide haben vor einiger Zeit das Anwesen Marienstuhl erworben und wollen es wiederbeleben.    

Ein Anlass war die Taufe von Elisabeth Hocke- Kups und ihre Aufnahme als Postulantin in unseren Orden.

So trafen 19 neugierige Gäste, dabei zwei Damen aus Berlin, die sich für unseren Orden interessieren, dort ein. Eine besondere Freude war es, dass der Kommendator von Hessen- Nassau Bernd A. Rauch  mit seiner Frau auch zu den Gästen gehörte, sowie Harald Bäumler in Funktion des Insignienbewahrers. Auch der Bailli mit seiner Frau reisten an. Im Jagdsaal des ehemaligen Äbtissinnenhauses trafen wir uns um uns mit Kaffee und Pralinen um uns von den Strapazen einer fast winterlichen Anfahrt zu erholen.  

Das Wetter – sogar mit leichtem Schneefall - verbesserte sich und so stand einer Besichtigung des Anwesens nichts mehr im Weg. Dabei wurde vielen erst richtig klar, welch eine ungeheuerliche Arbeit noch vor unseren Ordensgeschwistern Kups-Hocke liegt. Auch konnte man ersehen, wie viel da schon geleistet wurde an Abriss und Wiederaufbau von Gebäuden und dabei noch der Anbau einer Apfelbaumplantage auf dem Gebiet des Gutes.

Da zum Klostergut auch eine Brenngenehmigung gehört, wurde der Fantasie über ein Lazarus Gebräu freiem Lauf gelassen…..

Nach der Besichtigung wurde es Zeit sich allmählich zur Vigil in die beeindruckende  Barockkirche des ehemaligen Klosters zu begeben, die heute als Pfarrkirche der katholischen Gemeinde von Egeln dient.

Dieses Kleinod wurde bereits von dort ansässigen Christen in der DDR- Zeit  gehegt und gepflegt. Von den damaligen Schwierigkeiten, Ängsten und Nöten in dieser Zeit berichtete ein älteres Gemeindemitglied im Gespräch mit unseren Klerikern.  

Mit der  Begrüßung des Bailli wurde die Vigil durch die Kapläne des Kommende Berlin- Brandenburg eröffnet.  

Der evangelische Pfarrer Wolfgang Löbe vom Pfarrkreis Egeln taufte Elisabeth, begleitet durch die beiden Taufzeugen und Ordensschwestern Gabriele Herbst und Katharina Scholz- Rauch.  

Die Gemeinde bekannte ihren Glauben, dann gossen der Pfarrer , der Ehemann und die beiden Taufzeugen gemeinsam geweihtes Jordanwasser in die Taufschale. .

Mit den Worten „Ja, ich will getauft werden.“ bekannte sich Elisabeth zum christlichen Glauben und wurde feierlich in die Taufgemeinde aufgenommen; beiden Taufzeugen begleiteten sie  jeweils mit einen  besonderen Wunsch und persönlichen Gedanken.  

Nach dieser Taufe stand Elisabeth der Weg in das Postulat offen. Hierzu führte sie der Kommendator, der Bailli vollzog die Aufnahme und Einkleidung als Postulantin.  

Die sehr feierliche ökumenische Vigil des Ordens in ihrer üblichen Form endete mit einer Marienverehrung durch das Ave Maria in Marienstuhl.  

Das ist gelebte Ökumene im Lazarus Orden, eine Vigil in der katholischen Kirche, mit evangelischer Taufe.  

Anschließend fanden wir uns wieder im Jagdraum des Äbtissinnnenhauses zu einem Pilgermahl ein. Begrüßung und Dank an die Gastgeber durch den Bailli, die Übergabe einer Ordenstafel als äußeres Zeichen, auch zum Einzug des Lazarus Ordensgeistes,  folgte. Nun konnten wir uns laben nicht nur an gutem Wein, Bier und Säften sondern auch am aufgebauten Büffet mit vielen guten Dingen und besten geschwisterlichen Gesprächen an welchen mit zunehmendem Interesse am Orden der evangelische Gemeinde-Pfarrer teilnahm.  

Während des Abendessens ergriff der Kommendator das Wort und dankte im Namen der Kommende ebenfalls für die Einladung und Bewirtung und verband diesen Wunsch für einen weiteren Erfolg im Ausbau der Gebäude.  

Er übergab in Namen der Kommend einen Scheck über EURO 2.000,-zum Ausbau des ehemaligen Kapitelraumes des Äbtissinnen Hauses. Der überreichte Betrag ist besonders eine Erinnerung an die verstorbene Ehefrau des Kommendators, bei deren Trauerfeier Spenden anstelle von Blumen erbeten waren. Die Gedanken an Antje Stegenwallner begleiteten die Anwesenden mit tiefem Bewusstsein.  

Unseren Gastgebern sei auch hier nochmals herzlicher Dank gesagt.  

Alle Gäste waren sich einig, dass der Wunsch besteht hier öfter zusammen zu treffen. Der Bailli ermutigte den Hausherren den Gedanken zu leben, unseren Lazarus Orden auch in dieser Region wachsen zu lassen, dieser Wunsch ist tief im Herzen der Gastgeber verankert.  

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen trafen wir uns wieder in der katholischen Kirche Marienstuhl in Egeln zum Gemeindegottesdienst. Zum Abschluss wurde dann noch die Wasserburg Egeln besichtigt.

Der Orden lebt nun auch in Egeln, auch dort wird er wachsen und sein christlich-hospitalisches Werk vertiefen und ausbauen!
 


Pater Prior Burkhard Sanner CSA